5 : 1

Wenn man schonmal in Madrid ist, muss man natürlich auch mindestens je ein Spiel der beiden Mannschaften sehen (Real Madrid und Atlético Madrid).
EintrittskarteDas Thema Real haben wir gestern erfolgreich in Angriff genommen, denn wir waren im Cheampions-League-Spiel Real Madrid gegen Dinamo Kiev. Die Karten hatte freundlicherweise Corinna besorgt, außerdem waren noch ihr Mitbewohner Danny und ein Freund von ihm namens Wilson dabei sowie Marco. Wir haben 15 € für die billigste Kategorie gezahlt, was bedeutet, dass wir im höchsten der vier Stockwerke des Estadio Santiago Bernabéu saßen, dafür aber in der ersten Reihe, so dass wir eine super Sicht hatten (nur Marco hatte einen Pfosten im Blickfeld). (gelber Pfeil)
RängeDas Spiel an sich war nicht so spannend, Real hat recht überragend gespielt, dementsprechend auch das Ergebnis. Interessant war höchstens eine Rote Karte für den Kiever Torwart nach einer Notbremse.
Wirklich bemerkenswert ist die einzigartige Stimmung in diesem Stadion, allerdings muss man sagen, dass wir vorgewarnt wurden. Statt Fans sitzen bis auf zwei kleine Blocks nur “Kunden” (O-Ton Marco: wie beim FC Bayern auch) und vermutlich haufenweise Touristen im Stadion, es wird kaum bis gar nicht gesungen, einzig bei den Toren und bei Ronaldos Einwechslung wurde es richtig laut im Stadion. Als Ausgleich saßen die wenigen ukrainischen Fans in unserer Nähe, auch sie sangen nicht, dafür haben sie 105 MinutenSpielfeldlang mit Hörnern Krach gemacht. (roter Pfeil)
Während wir schon fast ne Stunde vor Anpfiff da waren, hatten sich die Ränge (immerhin gut 80.000 Plätze) erst zu 75% gefüllt (was ja auch schon ein Haufen Menschen sind). Allerdings sind dann wohl noch einige Spanier nachgekommen, den am Schluss war es dann doch voll.
Hinterher trafen wir uns mit Marion, die mit ihrem Mitbewohner Hagen im Spiel war, aber ganz woanders saß. Wir dachten uns, versuchen wir es doch ein zweites Mal bei Beni, leider war wieder zu. Was uns aber mehr bestürzte war, dass Beni wohl vor einigen Tagen gestorben ist. Jedenfalls lassen die Nachrichten an der Tür seiner Bar eigentlich nur diesen Schluss zu.
Etwas betrübt, weil wir jetzt diesen Scheins großartigen Menschen nicht mehr kennen lernen können, sind dann in eine andere Bar gegangen und haben den Abend ausgeratscht.

Übrigens waren neben Corinna auch noch Daniel und Jan aus der Blogosphäre da (sowie unzählige weitere Erasmus-Studenten)

Geokodierung
Die Koordinaten des Beitrags lauten: N 40° 27.183' W 003° 41.303'
Die Enfernung zu meiner Wohnung beträgt: 10 km

3 Reaktionen zu “5 : 1”

  1. Martin

    jo, ich hab es auch schon gelesen. die bar wird wohl so bald nicht wieder aufmachen…

  2. dolce vita

    Ach mensch…und wenn es doch “nur” ein Todesfall in der Familie war?

  3. Matthäus

    Hmm schön wäre es, aber bei Sachen wie “wir werden dich vermissen” und “trink viel im Himmel”…
    Aber vielleicht tritt ja jemand in seine Fußstapfen…

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