Warum einfach wenn es auch anders geht?
Gestern war das erste Mal Punto de Encuentro (Treffpunkt) in der Bar La Hora de Bruja (Geisterstunde). Das Tolle ist, mit dem Carné ESN, das man als Erasmus-Student erwerben kann, kostet das Bier 1,50€ und die Copa 2,50€ (das sind Cocktails, Longdrinks etc.)
Leider wusste ich nicht so genau, wo die Bar liegt, weswegen ich einige Zeit durch Madrid geirrt bin, unterstützt durch regelmäßige Anrufe bei Corinna, die es irgendwann sogar geschafft hat, mich ans Ziel zu bringen. Danke nochmal! In der Bar war es eigentlich ganz nett, es war zwar nicht viel Platz, aber die Musik war OK und gerade so laut, dass man sich noch gut unterhalten konnte.
Um 3:00 Uhr kam dann der Rausschmeißer, (Robbie Williams glaub ich, man merkt, meine Ansprüche in Punkto Musik sind gesunken) um 3:30 Uhr haben wir dann auch schon die Bar verlassen, um 100m weiter den Franzosen über den Weg zu rennen und eine weitere Stunde ratschenderweise auf der Straße zu verbringen. Danach gings mit Marco, Marion und Corinna weiter zu meiner Lieblingsbusstaton. Nach einer kleinen Armdrück-Einlage mit Marion gingen sie und Marco nach Hause, während Corinna und ich auf unseren Bus warteten (N17).
Nachdem er aber nicht kam, meinte Corinna, wir könnten ja anstatt nochmal 35min zu warten, zu ihr laufen, denn in der Nähre ihrer Wohnung hält der Bus ebenfalls und dann wäre sie ja schon mal daheim und die Zeit ginge ja auch schneller rum. Gesagt getan, nach einem kleinen Abstecher über den Plaza Mayor liefen wir Richtung Corinnas Wohnung.
Plötzlich sprach uns ein Mann an, ob wir nicht eine Flasche Wein wollen. Aus Abhärtung vor allem durch die hier in Scharen auftretenden “Wolle-Rose-kaufen” antworteten wir beide sofort mit einem “No gracias”. Aber dann erklärte uns dieser sonderbare Mensch, er hätte grad einen Karton mit 12 Weinflaschen gefunden (er trug ihn auf seiner Schulter), und er würde uns eine schenken. Da sagt man natürlich nicht nein und ich probierte gleich mal einen Schluck. Wenn man mal vom Korken absieht eigentlich auch gar nicht so schlecht.
Weiter gehts durch Madrid, durch die Nacht und unter der Brücke der Calle de Bailén durch. Spätestens hier hätte ich mich jetzt wundern sollen, habe ich zwar auch, aber wohl nicht genug. So kam es dann, dass Corinna wenige Minuten später auffiel, dass nur der N18 und N19 zu ihr fahren, und ich deshalb eigentlich total falsch laufe. Zu meinem Glück nahm sie gleich die Schuld auf sich und wollte mich deshalb zur richtigen Busstation bringen. Tat sie dann auch, aber leider sahen wir meinen Bus (der letzte diese Nacht) nur von der Weite.
Also weiter zur Metrostation der Puerta de Toledo, wo wir bis 5:45 Uhr warteten, dass sich der Eingang öffnete. Ich verabschiedete mich von Corinna und lief in die Station hinunter. Klar, dass die erste Metro noch ein bisschen auf sich warten ließ. (eine halbe Stunde, falls es jemand genau wissen will) Die Fahrt war sehr interessant und hauptsächlich durch einschlafen und wieder aufwachen gekennzeichnet. Wie durch ein Wunder las ich dabei einmal den Schriftzug “Eugenia de Montijo”, war sofort hellwach und sprang aus der Metro. Weitere 10 Minuten später stand ich auch schon in unserer Küche, wo ich mir noch eine kleine Stärkung genehmigte und schließlich auf Ángel traf, der sich gerade auf den Weg in die Arbeit machte.
Danach blieb mir nicht mehr viel außer erschöpft ins Bett zu fallen.
| Geokodierung | |
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| Die Koordinaten des Beitrags lauten: | N 40° 24.785' W 003° 41.750' |
| Die Enfernung zu meiner Wohnung beträgt: | 6.1 km |
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