Sevilla
Unglaublich aber wahr, auch im Dezember haben wir puente, und was für eine. Am Mittwoch war Día de la Constitución, (Tag der Verfassung) an dem der Ratifizierung der spanischen Verfassung von 1978 gefeiert wird, und am Freitag war Purísima Concepción (Tag der Unbefleckten Empfängnis). Da bleibt keine andere Wahl mehr, als den Donnerstag auch frei zu geben.
Aufgrund der Kälte in Madrid zog es uns in den warmen Süden, wieder einmal nach Andalucía, nämlich nach Sevilla.

Eine Sammlung von Tipps zum Weggehen in Sevilla findest du am Ende des Artikels.
Mittwoch, 06.12.2006
Eigentlich ging die Fahrt ja schon am Dienstag los, denn wir hatten den Bus um 23:59 Uhr gebucht. Also traf ich mich mit Dolce Vita und Corinna um 23:30 Uhr bei Mendez Álvaro. Zu unserer Freude verkündete der Busfahrer, dass die vorangegangenen Busse 2 - 3 h Verspätung hatten (wegen dem puente-Reise-Verkehr) und er deshalb auch nicht wüsste, wann wir ankommen. Fragen sei daher zwecklos.
Doch 6:15 h später fanden wir uns pünktlich am Busbahnhof von Sevilla wieder. (Die Fahrt kostete knapp 32 € mit Socibus) So machten wir uns auf den Weg ins Hostal Pino, denn wir durften unser Gepäck dort liegen lassen. Zu unserer Überraschung war das Zimmer aber schon frei und wir konnten sogar noch zwei Stunden ausruhen und dösen.
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Doch gegen 9:00 Uhr konnten wir uns aufraffen, wenn auch erstmal nur bis in ein Café zum Aufwärmen. Danach gings weiter durch morgendliche und menschenleere Sevilla bis zur Kathedrale. Ihr Glockenturm heißt La Giralda und war einst das Hauptminarett der Moschee Sevillas. Man besteigt den Turm statt mit Treppen über eine Rampe, da man früher hinaufreiten können musste, um wichtige Nachrichten zu verkünden. | ||||||
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Auf der Spitze der Giralda findet sich eine Kopie dieser Wetterfahne, die eine Allegorie des Glaubens ist. Das Original steht heute in einem Eingang der Kathedrale María de la Sede. Weil in der Kathedrale ein Gottesdienst war und man daher nicht viel sehen konnte widmeten wir uns der sevillanischen Variante der allgegenwärtigen Alcázares. |
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Wir zweifelten erst, ob wir wirklich die 7 € Eintritt zahlen wollen, doch an der Kasse die Überraschung: für Studenten ist der Eintritt kostenlos! |
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Dann wars auch schon halb vier, weshalb wir uns auf einen Tipp anderer Blogger in die Bodega Santa Cruz begaben, die gleich in der Nähe ist. Dort gibt es neben Klassikern wie Tortilla auch Montaditos, das sind belegte Brötchen die wirklich sehr gut schmecken. | ||||||
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An der Theke muss man sich leider durchsetzen können und auf sich aufmerksam machen, um bedient zu werden. Es geht sehr laut und hektisch zu, ohne gutes Spanisch zieht man hier schnell den Kürzeren. Trotzdem eine sehr interessante Erfahrung - muss man erlebt haben! | ||||||
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Inzwischen hatte auch die Kathedrale für Touristen geöffnet, wieder kommt man als Student deutlich billiger weg. (2,- € statt 7,50 €) Das Innere ist zwar interessant, aber nach allen den spanischen Kathedralen kann es kaum noch Neues bieten. Als drittgrößte katholische Kirche ist sie aber trotzdem sehr imposant. |
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Etwas Besonderes ist das Grab von Kolumbus. Inzwischen wurde genetisch bestätigt, dass es sich um Gebeine von Cristobal Colón (wie er hier heißt) handelt, wenn auch nur 150 g davon. Die vier Träger symbolisieren die vier spanischen Königreiche seiner Zeit. (Castilla, León, Aragón und Navarra) |
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Zum Abschluss des Sightseeing sind wir noch auf die Giralda gestiegen, um den schönen Ausblick auf Sevilla zu genießen. | ||||||
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Man steht dabei dummerweise direkt unter den Glocken, was alle Viertelstunde zu nem ordentlichen Schreck führt… | ||||||
Langsam rächte sich doch die kurze Nacht und wir kehrten ins Hostal zurück um “auszuruhen”. Letztlich endete das dann doch in Schlaf. Doch dafür konnten wir das Nachtleben umso besser genießen.
Nach einer letzten caña in Levíes Bar waren wir reif für das Bett und ne Menge Schlaf…
Der zweite Tag begann mit Ausschlafen und Duschen, eine Möglichkeit, die wir die Nacht zuvor nicht hatten. Danach haben wir noch im Café gefrühstückt und im Schnitt einen Café getrunken - typisch spanisch halt.
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Danach gings weiter ins Zentrum zur Kathedrale. Vor dem Alcázar stellten wir dann ziemlich überrascht fest, dass sich eine riesige Schlange gebildet hat. Gut, dass wir gestern schon alles richtig gemacht hatten. | ||
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So wurde es dann Zeit, sich ernsthafte Gedanken zu machen, was man den am heutigen Tag sehen will, bzw. was für heute übrig geblieben ist. Wir entscheiden uns fürs Barrio Santa Cruz, der ehemaligen judería Sevillas. Voll von kleinen verwinkelten Gassen und schönen Plätzen. |
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So, die Zeit für ein Gruppenfoto muss auch mal sein. | ||
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Sevillas Plaza de España ist aus dem Jahr 1929, damals fand dort eine Iberoamerikanische Ausstellung statt. Heute ist hier das Ayunatmiento (also das Rathaus) untergebracht. | ||
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Im Sommer ist in dem kleinen Kanal wohl sogar Wasser und man kann mit dem Ruderboot darauf fahren. | ||
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Kutschen gibts dort übrigens Reihenweise, vor allem vor der Kathedrale. Das besondere ist, dass die Kutscher hier rückwärts einparken können (wohl die Vorbilder von Lucky Luke in “Die Postkutsche”) | ||
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Weil gestern schon so schön auch heute wieder: Mittagessen in der Bodega Santa Cruz Diesmal mit dabei: Sänger wie wir sie aus Madrid schon kennen. War angenehm, weil so unser Mittagessen musikalisch untermalt wurde… |
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Das Ende unserer kleinen Rundtour bildete eine Wanderung am Ufer des Guadalquivir. Im Sommer gibts hier vor lauter Studenten vermutlich kaum noch Platz sich hinzusetzen. Doch jetzt im “Winter” (tagsüber werden es doch noch 15-20°C) ist es ein bisschen leerer. |
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Und mit dem Torre de Oro, der früher wohl mal mit Gold besetzt war endete unser Rundgang á la Lonely Planet | ||
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Den Abend verbrachten wir genauso wie am Mittwoch, nur das wir ein bisschen später aufbrachen und länger unterwegs waren. In der Carbonería setzte sich ein netter Engländer (was man ihm auf 100m ansieht :-)) zu uns an den Tisch, was für einen lustigen Abend sorgte. Nach ein bisschen viel von dem hier … |
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… endete der Abend in der Carbonería so! Danach gings noch weiter in die Levíes Bar… |
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Freitag war unser letzter Tag, so dass wir ihn nicht mehr geplant nutzten. Wir liefen mehr oder weniger zufällig durch das schöne Santa Cruz und benachbarte Gärten.
Um 17:00 Uhr saßen wir auch schon wieder im Bus, der uns zurück ins kalte Madrid brachte und um 23:45 Uhr war der Ausflug endgültig vorbei…
Tipps zu Sevilla
Hostals:
- Hostal Pino (Calle Tarifa, 6 - Tel: 954 212 810)
Für den Preis in Ordnung, gut gelegen, gemeinsame Bäder - Eine große Liste mit weitere Hostales findest Du auf dieser Seite.
Sehenswürdigkeiten:
- La catedral (Nr. A) und Giralda: Studenten 2 €, Sonntags kostenlos
- Alcázar mit Garten (Nr. B): Studenten kostenlos, sehr früh erscheinen !
- Plaza de España (Nr. C)
- Barrio de Santa Cruz (Nr. D): Die ehemalige judería bietet viele schöne Plätze und Häuser
- Torre de Oro (Nr. E)
Im Touristenbüro gibt es Karten und eine Liste mit Sehenswürdigkeiten und Öffnungszeiten.
Bars:
Clubs & Discos
- Fun-Club, Plaza Alameda de Hércules (Nr. 7) -> alternativ, auch Live-Musik
- Siglo XIX, Calle amor de Dios -> Black, Hip-Hop
- Elefunk, Calle Adriano -> Funk, Reggae, Elektro
- Caramelo, Avenida San Francisco Javier -> Erasmus-Party jeden Mittwoch
- um die Calle Betis -> Klassiker
- um die Plaza Alameda de Hércules (Nr. 7) -> eher Rock-Musik
Wir haben keine Clubs besucht, daher ohne jede Wertung.
| Google Earth kmz-Datei mit den hier genannten Bars etc. herunterladen oder direkt in Google Maps ansehen. |
| Geokodierung | |
|---|---|
| Die Koordinaten des Beitrags lauten: | N 37° 23.599' W 005° 59.693' |
| Die Enfernung zu meiner Wohnung beträgt: | 384.4 km |
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Am 10. Dezember 2006 um 22:44 Uhr
Magst Du diesen Blogbeitrag nicht mit Flamenco-Musik hinterlegen? *g*
Am 10. Dezember 2006 um 22:47 Uhr
Hey, coole Idee… *sic*
Falls dich die Sehnsucht zu sehr packt: YouTube
Am 10. Dezember 2006 um 23:35 Uhr
Ooooooooh danke, bin gar nicht auf die Idee gekommen. Aber wie war das “no se pueden hacer videos” oder so ähnlich…ja ja, die Spanier
Am 10. Dezember 2006 um 23:39 Uhr
Leider fürchte ich, dass es eher Touristen als Spanier waren (oder spanische Touristen)