So ein Scheißtag
Erst hing der Programmwahlschalter unserer Waschmaschine, so wurde sie 2 Stunden lang gewaschen. Wäre nicht weiter schlimm, aber auf die Dauerbelastung nicht ausgelegt erhitzte sich die Maschine ordentlich. So wurde meine Wäsche zwei Stunden heiß gewaschen. Wäre auch noch nicht so schlimm, aber hier wird immer kalt gewaschen, (keine Ahnung, warum) so dass vermutlich mein Handtuch nen guten Schuss blaue Farbe dazu gab… Mein Ramones-Shirt hat jetzt halt einen individuellen Blaustich…
Nach einem eigentlich coolen Abend schlief ich auf dem Nach-Hause-Weg in der Metro ein. (wer aufgepasst hat, kann die Uhrzeit erahnen) Und auf dem Weg von der Metro-Station zu meiner Wohnung merkte ich dann, dass mein Geldbeutel und meine Kamera fehlten. Damit war der Tag perfekt.
Wenigstens habe ich außer einem Foto von Chrissi und der Kamera nichts Wichtiges verloren.
Am 18. Dezember 2006 um 12:06 Uhr
[...] Nachts in der Metro einzuschlafen ist meist keine gute Idee, kann es doch das verfuegbare Eigenkapital merklich verringern. Doch sind Waerme und Ruhe eines Vorstadtzuges in den man angetrunken und nicht nur vom Alkohol, sondern auch von einem schoenen Abend angeheitert, einsteigt eben nichts, was mich am Sonntagmorgen um 8:00Uhr wachzuhalten vermag. Richtung: Bahnhof Madrid-Atocha. Beim Oeffnen der Augen schweifte mein Blick ueber das kalte Land, den ueberfrorenen Reif auf den weiten Feldern der Vororte und einen riesengrossen Sonnenball, der nicht zu waermen vermochte, hatte er sich doch erst gerade auf den Weg gemacht, den Himmel empor zu steigen, den Tag zu erhellen. Dummheit wird also belohnt durch einen traumhaften Blick und bezahlt mir Zeit. Irritiert musste ich feststellen, dass ich mein Ziel laengst haette erreichen muessen, dass es zu spaet war, um immer noch in diesem Zug zu sitzen. Ich waehnte Atocha schon hinter, ein Blick auf die Anzeige zeigte mir jedoch, dass die naechste “Pinto” direkt vor mir lag. Pinto, dort hatte ich die ganze Nacht verbracht, dort war ich vor einer knappen Stunde eingestiegen und dort musste ich nun wieder raus, das Gleis wechseln, auf den Zug warten. [...]