Feliz ano novo

Euch allen ein schönes Jahr 2007! (sprich: [dosmilsätschi])
A todos vosotros un feliz año 2007! (se pronuncia: [dosmilséchi])

Das war mal ein Sylvester…
Der Morgen begann erstmal mit den Feststellungen, dass sich das schöne Wetter verabschiedet hat, und mit ihm auch gleich meine Verdauung. Offenbar waren die Mariscos, die ich vorgestern in Belém gegessen hatte, doch ein wenig zuviel für meinen Magen. (Wer konnte auch wissen, dass das so eine große Portion werden würde)
Bis zum Abend besserte sich das Wetter zum Glück soweit, dass es nicht mehr regnete. Auch wenn Sylvester bei 30°C mal lustig gewesen wäre, wir waren zufrieden. So machten wir uns gegen 20:00 Uhr auf Richtung Copacabana. Der ganze Bereich in Strandnähe war zwar für normale Autos gesperrt, dafür waren soviel Busse und Taxis unterwegs, dass es trotzdem Staus gab! Angekommen besuchten wir erstmal Basils Stiefvater, allerdings in der Wohnung dessen Freundin. (Basil ist einer der Zivis) Dort stießen wir erstmal mit Bier und Sekt an und ratschten ein bisschen. (Der Stiefvater spricht 5 Sprachen, seine Freundin immerhin auch Spanisch, so war für alle was dabei) Dabei schauten wir ein bisschen durch die Wohnung, (das ist gut gesagt, die “Wohnung” ist größer als manches Haus) und bestaunten dabei Fotos, auf denen die Freundin mit ihrem verstorbenen Mann zu sehen ist - zusammen mit dem Papst (Johannes Paul II) oder mit Mutter Theresa und wohl vielen weiteren Staatsmännern.
Mit viel Verspätung (Basil konnte sich nicht losreißen) ging es dann weiter und wir trafen die Freundin von Marc und zwei ihrer Freundinnen. Sie brachten uns zu sich nach Hause, wo wir bis 23:30 Uhr vorglühten. Das ist jetzt noch nichts besonderes, aber sie wohnen mitten in der Favela “Cantagalo“. Aber die Zivis meinten, dass es eine ruhige Favela wäre und dass uns in Begleitung der drei Mädels sowieso nichts passieren würde. (Dazu muss man sagen, dass es in anderen Favelas wie der Cidade de Deus kurz vorher noch Straßenschlachten mit der Polizei gab) Doch unser Mut wurde mit einem gigantischen Ausblick auf die “vorsylvesterliche” Copacabana belohnt. (Fotos sind leider gestorben, da Marc seine Kamera verloren hat)
Danach gings weiter nach Ipanema, wo Nokia ein kostenloses Konzert der Black Eyed Pies organisiert hatte. Vorher gabs noch ein bisschen Samba und natürlich den Countdown ins neue Jahr mit viel unfreiwilligen Sektduschen. Während wir warteten, wurde eine Aufzeichnung aus Berlin eingespielt, wo die Nokia-Veranstaltung für Europa drei Stunden vorher lief. Chrissi und ich bekamen gleich ein wenig Heimweh, doch bald darauf standen die Black Eyed Pies auch schon auf der Bühne und die Party ging los.
Später wollten wir aufs Klo gehen, leider war es nicht so leicht, sich durch die Menge zu wühlen, und vor den Klos war eine gigantische Schlange, so dass wir sicherlich eine halbe Stunde verloren. Danach fanden wir die anderen nicht mehr und es war für uns als hinzugekommene so eng, dass wir Angst bekamen.
So verließen wir die Party und fuhren zur Copacabana, wo wir jeweils eine weiße Lilie mit einem Wunsch über den Rücken in das Meer warfen. Falls die Lilien hinaus gezogen wurden, werden unsere Wünsche in Erfüllung gehen, nur schauen durften wir nicht. (Die vielen angeschwemmten Lilien zeigten aber, dass auch Glück dazugehört) Wir schlenderten noch ein bisschen über den Strand und fuhren dann nach Hause. (wo wir erschöpft gegen 04:00 Uhr ankamen)

En español
Será traducido pronto

Geokodierung
Die Koordinaten des Beitrags lauten: S 22° 59.227' W 043° 12.437'
Die Enfernung zu meiner Wohnung beträgt: 8142.6 km

Einen Kommentar schreiben