La cuenta, por favor

Bei vielen Spaniern ist es üblich, dass reihum einer die Runde zahlt, oder dass im Restaurant die Rechnung zu gleichen Teilen gezahlt wird.
Das kann ganz praktisch weil unkompliziert sein, wenn es mit den Freunden ist, die man eh immer sieht, oder wenn alle ungefähr das gleiche bestellen.
Es kann aber auch wunderbar nach hinten losgehen. Nämlich in Fällen wie gestern Abend: Mit Dolce Vita und drei ihrer Freundinnen in einem Italiener, Dolce Vita und mir genügen eine Pizza und ne Caña, macht in meinem Fall 11 €, die anderen Drei essen und trinken ein bisschen mehr, kurzum die Rechnung beträgt 85 €.
Naiv wie ich bin denke ich mir nicht viel, lege wie Dolce Vita 15 € auf das Tellerchen und warte auf mein Wechselgeld. Als aber nichts zurück kommt, schaue ich ganz schön blöd. Dolce Vita konnte mich dann aufklären, wir standen nämlich beide dumm da, weil wir nur 15 € statt 17 € gezahlt hatten.

4 Reaktionen zu “La cuenta, por favor”

  1. dolce vita

    *lach*
    ich schreib auch gerade an einem beitrag dazu…hab gestern nämlich noch lang mit julio drüber geredet…

  2. Matthäus

    Ja, und ich mit Javi…
    Er hat auch schon seine schlechten Erfahrungen damit gemacht, und kann dem nicht viel abgewinnen. Er meint, er wäre da “europäischer” :-)

  3. dolcevita

    (das ist eigentlich genau das, worueber ich den beitrag verfassen will, aber muss das schonmal loswerden)

    Ich find es nicht ganz so schlimm, aber nur wenn sich alle auf einem Niveau bewegen (alles Studenten oder alles Arbeitnehmer) oder wenn es sich um gute Freunde handelt, mit denen man eh regelmaessig unterwegs ist…irgendwie gleicht sich das immer aus. Auch finde ich es nicht schlimm gemeinsam zu zahlen, wenn der eine ein Gericht fuer Euro mehr hat. Irgendwie zahle ich ja auch fuer die Gesellschaft. Aber wenn jemand mehr trinkt, Nachtisch isst und als einziges danach noch ´nen Kaffee bestellt, finde ich es unfair. Das interessante ist, dass Spanier das nicht so sehen. Sie denken gar nicht darueber nach. (Italiener auch nicht). Es ist ja nicht nur so, dass ich mich benachteiligt fuehlen wuerde, nein, ich wuerde auch nicht wollen, dass die anderen mehr zahlen muessen, wenn ich es mir gut gehen lasse. Wir Deutschen haben da wohl einen sehr ausgepraegten Gerechtigkeitssinn.

  4. Matthäus

    Ich sehe dass durchaus ähnlich. Und ich denke, wir Deutschen (und manche Spanier) haben da einfach ein anderes Gerechtigkeitsgefühl.
    Und sie haben uns ja auch probieren lassen. Hätte ich vorher gewusst, dass ich es mitzahle, hätte ich auch mehr und ohne “Scham” davon gegessen…

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