Denkmal 11-M
Seit kurzem gibt es in der CercanÃas-Station Atocha ein Denkmal zum 11-M, wie die Anschläge vom 11. März hier kurz genannt werden. Schon oft bin ich an der Baustelle, aber auch an der fertigen Gedenkstätte vorbei gelaufen, ohne es zu wissen.
Das Denkmal ist recht einfach gehalten, man muss es durch Schleusen betreten und verlassen, wohl um den Lärm und die Hektik draußen zu lassen. In der ersten Schleuse stehen die Namen der Opfer an der Wand. Im Hauptraum kann man von unten in eine Art Zylinder aus Folie schauen, durch den das Tageslicht herein fällt. Die Folie ist dabei mit Auszügen aus den Kondolenzbüchern bedruckt, und zwar nicht nur auf Spanisch, sondern auch vielen anderen Sprachen.
Susa und mir fehlte leider (mal wieder) jede Form von Aufklärung oder Dokumentation, so dass man wissen muss, dass es um den 11-M geht.
| Geokodierung | |
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| Die Koordinaten des Beitrags lauten: | N 40° 24.420' W 003° 41.339' |
| Die Enfernung zu meiner Wohnung beträgt: | 6.2 km |
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Am 27. April 2007 um 15:06 Uhr
Ich mag das Denkmal, ich mag diese zurückhaltende Art, diese Stille und diese Einfachheit, die es transportiert. Eine “Aufklärung” beispielsweise in Form einer Ausstellung, wäre sicherlich von den Mühlen des Politikums aufgefressen worden, die dieser Anschlag und seine Umstände immer noch sind. Das stattdessen aber auch auf Pathos oder Heroisierungen verzichtet wurde spricht für die Planer und Durchführer und macht diesen Ort in meinen Augen zu einem Würdigen der das transportiert, was er transportieren soll, nämlich Gedenken. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.