Cuenca
Dieses Wochenende waren Const und ich in Cuenca. Ursprünglich hätten auch Peter und Katja dabei sein sollen, aber leider haben beide kurzfristig abgesagt. So konnten wir unseren Plan, mit dem Auto nach Cuenca zu fahren, leider nicht umsetzen und mussten den Zug und Schusters Rappen nehmen.
So hab ich mich in Spanien das erste Mal mit dem Zug fort bewegt. Fährt man von Madrids Hauptbahnhof Atocha ab, so kammt man sich fast vor wie am Flughafen. Man muss in den ersten Stock, das Gepäck wird durchgeleuchtet, und der Bahnsteig wird erst ne Viertelstunde vor Abfahrt bekanntgegeben. Bevor man seinen Bahnsteig betreten darf, wird noch einmal das Ticket kontrolliert und schon darf man wieder hinab ins Erdgeschoss.

In etwas mehr als zwei Stunden waren wir dann auch schon angekommen. Nach einer kleinen Unterhaltung an einer Touristeninformation beschlossen wir, uns die Sehenswürdigkeiten für morgen aufzuheben, und gleich Richtung Ciudad Encantada aufzubrechen.
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| Dazu mussten wir die Altstadt überqueren, die auf einem Hügel zwischen den beiden Flüssen Júcar und Huécar liegt. Zumindest an der Kathedrale kamen wir so noch vorbei. (Auch in deren Nähe findet sich eine Statue Johannes Pauls II) | |
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| Damit begann auch unser eigentliches Problem. Die Ciudad Encantada ist mehr als 30 km von Cuenca entfernt, und es gibt keinerlei öffentliche Verkehrsmittel dorthin. Also loslaufen und bei jedem Auto den Finger rausstrecken (den Daumen natürlich) | |
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| Um 14:00 Uhr, nach 11 km erfolglosen Trampens siegte der Hunger und wir kochten uns eine typische Hajk-Mahlzeit. Immerhin 250 g Pasta + Sauce für jeden, und die gingen auch restlos weg. |
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| 1 1/2 h und 2 km später hat uns dann ein junges Paar mitgenommen. Kaum eingestiegen fragte uns der Fahrer, ob wir rauchen. Denn er würde uns sonst nen porro anbieten. Da haben wir erstmal dumm geschaut und dankend aber leicht verunsichert abgelehnt. Zu unserem Glück fuhren die beiden auch zur Ciudad Encantada, was uns 25 weitere km ersparte. |
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| Die Ciudad ist jetzt nicht so der Hammer, mit Phantasie kann man die Figuren erkennen, die auf den Schildern geschrieben stehen. Die Formen sind sehr interessant und wir fragten uns, wie sie wohl entstanden sind. | |
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| Danach sind wir auf einen Tipp einem Weg gefolgt, da wir wie immer ohne Karte waren, sind wir nach Gefühl gelaufen. Bei jeder Abzweigung entschieden wir uns für den Weg, der uns unserem Ziel näher bringt, ohne zu wissen, ob wir überhaupt ankommen. Leider entschieden wir uns einmal falsch, so dass wir ein gutes Stück, dass wir an einer Felskante entlang gelaufen waren, unterhalb wieder zurück liefen und so viel Zeit verloren. So schlugen wir unser Nachtlager unweit des kleinen Dorfes Uña (was Fingernagel heißt) auf. Lieber wäre es uns gewesen, in die Nähe des Geocaches mccm_9_boquerón zu kommen. Den hat einmal noch niemand gefunden, was ihn besonders reizvoll macht, zum anderen wären wir bereits sehr nahe an unserem Ziel Embalse de la toba gewesen. |
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| Nach einer weiteren kalten Schlafsack-Nacht in Spanien gings am nächsten Tag weiter. Dabei wartete eine kleine Überraschung auf uns: ein avestruz, (Vogel Strauß) der uns mit seinen Flügeln winkend grüßte. | |
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| Von Uña aus ging es dann in Richtung des Stausees weiter. Dabei versuchten wir zwar, die Straße möglichst zu vermeiden, (zB entlang dieses Kanals) aber es war nicht immer möglich. Dafür konnten wir die sehr schöne Landschaft und die Tierwelt genießen. Echt interessant, einem Adler dabei zuzusehen, wie er sich im Sturzflug eine Eidechse von der Straße greift. | |
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| Irgendwann waren wir endlich angekommen. Wir suchten uns einen Strand, was nicht so einfach war, so dass wir auch nicht wirklich was schönes fanden. Ich schwomm mit meinem GPSr im Gepäck zur Insel und ans andere Ufer, um wenigstens zwei der Caches in der Gegend zu finden, Const zog es vor, auf mich zu warten. Danach kehrten wir um, immerhin wollten wir ja noch was von Cuenca sehen. Kurz vor der Staumauer gab es wieder Mittagessen, diesmal mit Mais statt mit Pilzen und schon waren wir wieder auf der Straße. |
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| In Uña setzten wir uns an den Straßenrand und warteten darauf, dass uns jemand mitnimmt. Doch leider mussten wir drei Stunden warten, bis uns eine Dame ihn ihrem vollen Bus (neben uns noch 5 Kinder, von denen leider nur eins schlief, und eine Russin) mitgenommen hatte, nach Cuenca mitnahm. Sie setzte uns um 19:30 Uhr am Bahnhof ab, so dass wir beschlossen, gleich nach Hause zu fahren. Züge fuhren keine mehr, also blieb uns nur der Bus um 20:00 Uhr | |
Informationen
- Anreise
- Zug (RENFE): ab Madrid-Atocha von 08:50 bis 19:40 Uhr für 10,25 €
- Bus (Auto-Res): ab Conde de Casal von 08:00 bis 22:00 Uhr für 10,05 €
- Sehenswürdigkeiten
- Casas Colgadas von der Puente de San Pablo
- Plaza Mayor und Kathedrale
- Iglesia de San Miguel
- div. Museen (M Diocesano, M de las Ciencias, M de Cuenca)
- Ciudad Encantada, allerdings 30 km entfernt und öffentlich nicht erreichbar
- Wandern
- Von der Ciudad Encantada zum Embalse de la Toba (mit topografischer Karte)
| Geodaten | |
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| Google Earth kmz-Datei mit Wegpunkten unserer Route herunterladen oder direkt in Google Maps ansehen. | |
| Geokodierung | |
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| Die Koordinaten des Beitrags lauten: | N 40° 04.710' W 002° 07.788' |
| Die Enfernung zu meiner Wohnung beträgt: | 141.6 km |
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